GELENKERSATZ AM OBEREN SPRUNGGELENK

Das Sprunggelenk ist eines der am stärksten belasteten Gelenke des Körpers: Bei jedem Schritt trägt es die gesamte Last des Körpers. Das Sprunggelenk besteht aus dem oberen und dem unteren Sprunggelenk.

Das obere Sprunggelenk setzt sich zusammen aus dem Sprungbein und aus dem Schien- und Wadenbein. Das Gelenk kann gleiten und drehen, es ist für das Heben und Senken des Fußes verantwortlich.

Durch die hohe Belastung des Gelenks und durch seine besondere Anatomie gibt es viele Verletzungsmöglichkeiten der Bänder und Knochen. Wer ist noch nicht „umgeknickt“ oder hat sich den Fuß „verstaucht“?

Wie bei Hüfte, Knie und Schulter kann auch das Sprunggelenk an der Verschleißerkrankung Arthrose leiden, z.B. als Spätfolge eines ausgeheilten Bruches. Arthrose am Sprunggelenk führt in der Regel zu erheblichen Schmerzen bei Bewegung und zu einer langsam voranschreitenden Einsteifung des Gelenks.

Der Gelenkersatz am Sprunggelenk hat in den vergangenen Jahren durch modernere Operationsverfahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und bildet heute eine Alternative zur immer noch angezeigten Versteifungsoperation.

Der Gelenkersatz funktioniert am Sprunggelenk nach dem gleichen Prinzip wie am Kniegelenk: Eine Kappe aus einer Kobalt-Chrom-Legierung bedeckt das Sprungbein, eine weitere Kobalt-Chrom-Komponente wird im unteren Schienbein verankert. Dazwischen sorgt ein Gleitkern aus einem hochwertigen Polyethylen-Kunststoff für Stabilität.

Die heute verfügbaren Sprunggelenksprothesen sind anatomisch geformt und in alle Richtungen beweglich: Bei der asymmetrischen Form des Sprunggelenks ist die Entwicklung solcher Prothesen ein großer Erfolg des medizinisch-technischen Fortschritts.

Wichtig für den Gelenkersatz am Sprunggelenk ist allerdings ein stabiler, nicht osteoporotisch geschädigter Knochen sowie ein noch funktionsfähiger äußerer Bandapparat, der das Gelenk stabilisieren kann.